
Seit mehreren Jahren wird die Gertrud-Koch-Gesamtschule neu gebaut. Das Bauprojekt ist inzwischen weit vorangeschritten, jedoch nicht so weit wie ursprünglich geplant. Die Fertigstellung war zunächst für das Jahr 2026 vorgesehen, dieses Ziel gilt inzwischen jedoch als nicht mehr realistisch. Angesichts der Größe des Projekts überrascht diese Verzögerung kaum: Mit geschätzten Kosten von rund 50 Millionen Euro handelt es sich um das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Stadt. Ziel des Neubaus ist es, moderne Bildung mit dem städtischen Leben zu verbinden.
Der Neubau erfolgt in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt umfasste die Errichtung des zentralen Schulgebäudes, das inzwischen fertiggestellt ist und bereits genutzt wird. Das Gebäude verfügt über eine Fläche von 2.616 Quadratmetern und insgesamt 60 Räume.
Trotz der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts traten bereits erste Probleme auf. So kam es vor Kurzem zu einem Wasserschaden, der dazu führte, dass einige Schülerinnen und Schüler vorübergehend in Containern unterrichtet werden mussten. Außerdem legten sie ihre Klausuren an unserer Schule ab. Ursache des Wasserschadens waren fehlerhaft angeschlossene Rohre. Die Beseitigung der Schäden erfolgt auf Kosten des Verursachers. Nach diesem Unglück wurde auch die Baufirma gewechselt.
Der zweite Bauabschnitt umfasst die Fertigstellung der restlichen Schulgebäude sowie des Schulhofs. Die Bauarbeiten befinden sich derzeit noch im Gange, ein verbindliches Fertigstellungsdatum steht bislang nicht fest.
Um die Schule auch langfristig zeitgemäß und nachhaltig zu gestalten, wurde auf dem Dach eine große Photovoltaikanlage installiert. Diese besteht aus 393 PV-Modulen mit einer Gesamtleistung von 165,06 kWp. Damit kann etwa der jährliche Stromverbrauch von rund 34 Vier-Personen-Haushalten gedeckt werden. Die übrigen Dachflächen werden begrünt.
Begleitet wird die zweite Bauphase von sogenannten digitalen Bauzäunen. Diese sind Teil eines Forschungsprojekts der Stadt Troisdorf in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut FIT. Die Bauzäune sind mit QR-Codes versehen, über die Besucherinnen und Besucher per Augmented Reality eine Visualisierung des zukünftigen Schulneubaus direkt auf ihrem Smartphone abrufen können – ganz ohne zusätzliche App. Ziel des Projekts ist es, neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie AR-Technologien zur besseren Kommunikation und Beteiligung bei Planungs- und Bauvorhaben eingesetzt werden können.
Über diesen Link könnt ihr diese digitale Version der Schule erkunden.
Die fertige Schule könnt ihr euch auf dem Youtube Video der Stadt Troisdorf sehen. Dieses Video könnt ihr über diesen Link öffnen.